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Ausgewählter Test:
PIMPLE POPPER
PIMPLE POPPER [ iPhone / iPod Touch / iPad ]
Manche Leute kaufen jeden Scheiß, anders kann ich mir nicht erklären wie dieses 'Spiel' in die Top25 geraten ist. Obwohl vielleicht doch! Denn auch ich habe den geheimen Ekel-Fetisch nach einer Runde Pimple Popper bei mir entdeckt, der die Massen zum Kauf bewegt haben muss.

Worum geht's? In Pimple Popper drückt man Pickel aus und zwar eine ganze Menge verschiedene Klassen, nämlich drei. Mitesser, die prallen Eiterpickel und die überreife Blutblase. Jeder dieser Pickel muss aber erst mal durch Zoomen und Scrollen im Gesicht des Opfers gefunden werden, bevor man ihn ausdrücken kann. Das Ausdrücken selber verlangt, je nach Pickel, dann verschiedene Techniken… zumindest behauptet das die Spielebeschreibung. Der einzige Unterschied ist, das man die Mitesser vor dem Drücken aufkratzen muss, der Rest spielt sich gleich. Dennoch sorgen die unterschiedlichen Pickelklassen für unterschiedlich viel 'Spaß'. Beim Mitesser kann man dem kleinen gelben Faden beim wachsen zugucken, währen der Eiterpickel lediglich aufplatzt nach mehrmaligen versuchen.
Eine Bestrafung für schlechtes Drücken gibt es nicht, denn es existiert kein Highscore oder Ranking-System. Sind alle Pickel ausgedrückt, freut die betreffende Person sich und es geht schnurstracks zur nächsten, die jedes Mal mehr Artenverwandschaft zu einem Sreuselkuchen aufweist. Nach 6 Gesichtern ist dann aber auch Ende; Game Over, kein Abspann, keine echten Credits, Nichts! Die Musik ist grauenvoll und die Soundeffekte und Sprachsamples noch witzig-schlecht; Einen richtigen Fauxpas erlaubt sich das Spiel aber mit der Grafik! Denn die kostenlose 'Lite'-Version glänzt mit wesentlich hübscheren und höher aufgelösten Gesichtern und Pickeln als die Kauf-Version. Wer also nicht total angeekelt ist, holt sich die Lite-Version mit je einem Tutorial- und einem Spiel-Gesicht für lau und in hübscher.

Das Spiel ist an für sich so unnütz wie der Dreck den man in ihm beseitigt. Aber genauso wie man Horrorfilme guckt um sich zu gruseln, kann man auch virtuelle Pickel ausdrücken um sich zu ekeln. Dazu kommt die einzigartige Integration des Multitouch-Displays, da man hier auf innovativste Weise mit zwei Fingern 'spielt'. So gesehen hat Pimple Popper schon fast eine Medal of Awesome verdient für diese schöne Innovation, aber ohne jegliches kompetitive Element bleibt unterm Strich zu wenig Spiel über. Ab und an mal ein paar Pimple zu poppen hat aber auch irgendwie etwas Entspannendes. Das zusammen mit dem netten Ekelgefühl bewahrt es vor einer wertungstechnischen Katastrophe.   -  DS_Nadine

Links:
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