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Ausgewählter Test:
DEATHSPANK
DEATHSPANK [ PlayStation3 / Xbox360 ]
Monkey Island ist zurück… mit anderem Hauptcharakter, anderem Szenario anderem Gameplay und anderer Story… aber irgendwie doch.

DeathSpank ist die neueste Schöpfung von Ron Gilbert, seinerseits Herr von Monkey Island und gefühlt auch das erste Werk nach einer ewig anmutenden Schaffenspause. Herausgekommen ist ein Action-RPG im Stile eines Diablo in knuddeligen Grafikgewand, gespickt mit sehr viel Humor, ausufernden Multiple-Choice Dialogen und dem ein oder anderen Adventure-Element.

Komet-Verleihung gone horribly wrong!
Der Namensgebende Held DeathSpank ist auf der Suche nach einem Artefakt, genannt 'Das Artefakt', das irgendwie aussieht und evtl. auch irgendetwas kann… was das sein soll weiß niemand, aber eigentlich will der Oberbösewicht von einem Stecher eh nur DeathSpanks lila Unterhose.
Komplett in Englisch, wie auch das Spiel.
Die Spielmechanik ist leicht verstanden. Auf jeden der vier Facebuttons, sowie auf das Steuerkreuz kann man diverse Items und Waffen packen, von denen man im Lauf des Spieles Unmengen findet. Eher gewöhnliche Waffen wie Schwert, Axt und Armbrust stehen da bizarreren Errungenschaften wie der Hühnerbazooka und der Waisenkindpfeife gegenüber. Wechselt man nach jedem Treffer die Waffe mit der man zuschlägt gibt es Schadensmultiplikatoren und manch eine Waffe entfesselt eine Spezialattacke, sobald sich diese aufgeladen hat. Nimmt man Schaden hilft einer der Heiltränke oder die Nahrungsaufnahme dem verwundeten Helden. Tränke wirken hierbei sofort, leider kann man aber nur 5 von jeder Heilungsstufe bei sich tragen; Essen kann man schier unendlich mit sich führen, nur leider muss DeathSpank dabei lange kauen und unterbricht die Heilung bei einem Treffer oder einer Attacke. Auch Rüstung, Talismane und Ringe gibt es en Masse, netterweise verbunden mit der Funktion automatisch die effizientesten Teile anzulegen.
Neben dem, für einen Download-Titel, überraschend anspruchsvollen Ausrüstungs- und Kampfsystem, beherbergt DeathSpank auch noch ein paar Adventure-Elemente. Neben den grandios geschriebenen Multiple-Choice Dialogen wird da auch schon mal ein Amboss mit einem Brunneneimer benutzt um den Farmer abzulenken, um dessen Kirschen zu klauen, um damit weiße Hörner einzufärben, um die als Zutat in ein Bannspruch zuzufügen, um damit…


DeathSpank im Wunderland!
Der Humor ist eines der Sahnehäubchen auf der DeathSpank-Torte. Ein weiteres ist die hervorstechende Optik. Wie in Animal Crossing, unterliegt die Welt einer extremen Erdkrümmung und biegt sehr schnell hinter dem nahen Horizont in der Ferne ab; neu ist die Bebauung der Landschaft, denn diese setzt sich fast ausschließlich aus 2D-Pappkulissen zusammen und erinnert stark an ein Aufklapp-Bilderbuch.

DeathSpank ist toll, aber nicht grandios. Die Welt ist sympathisch, der Dialoge toll ebenso wie die Grafik. Das DeathSpank nicht wirklich sterben kann erfreut den Casual-Spieler, die sinnlose Limitation auf 5 Heiltränke führen aber dazu, dass man den Helden teilweise sekündlich in lang anhaltendes lautes Schmatzen versetzen muss. Die lustige Story ist sehr dünn und leidlich spannend, das Ausrüstungssystem könnte etwas handlicher sein und für die 1,5 Millionen Goldstücke die ich am Ende gesammelt habe könnte es im Spiel etwas Gescheites zu erwerben geben. Über bleibt ein nicht Hundertprozent rundes, witziges Mini-Diablo für zwischendurch, dessen Demo man sich unbedingt einmal ansehen sollte.   -  DS_Nadine

Links:
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