English
Startseite Comicstrips Comics Spieletests & Shop Merchandise Forum Downloads, Archive, +++

Ausgewählter Test:
APB - ALL POINTS BULLETIN
APB - ALL POINTS BULLETIN [ PC ]

50 Millionen Dollar Budget, und in jeder Sekunde des Spiel stellt sich die Frage: Wofür?

Für alle diejenigen, die dem Testtagebuch nicht gefolgt sind in aller Kürze: APB ist im Wesentlichen ein online GTA mit zwei Seiten; Räuber und Gendarm. Jetzt hat GTA bereits einen online Modus, hier tingelt man aber zu 100 Leuten in den Action-Distrikten herum und mit bis zu 1000 Leuten in der Lobby, wo man seinen Charakter customizieren kann.
In der Charakter-Individualisierung liegt auch die größte Stärke von APB. Zwar geht nicht alles so einfach von der Hand, wie man es sich wünschen könnte, aber die Anpassungsmöglichkeiten von Figur, Tatoos, Kleidung und Autos sind schier unbegrenzt. Ein selbst komponierbares 5-Sekündiges Jingle, was eurem Gegner bei d essen Ableben vorgespielt wird, runden das ganze perfekt ab.

Typisch Assi - Kein Geld für'n Frisör aber dicke Karre!
Man tingelt also durch eine Stadt, nimmt eine der diversen per Handy zugetragenen Missionen an und erfüllt diese. Ein Objekt von A nach B bringen, jemanden oder etwas beschützen, eine Wand ansprühen, einbrechen oder am besten alles kombiniert. Die Missionen fordern einem dabei schon einiges an Phantasie ab, da nie ein NPC im Spiel mitmischt die heiße Ware entgegenzunehmen oder ähnliches, aber dafür sicherlich eine Menge Feindvolk.
Genau hier liegt auch die größte Stärke von APB, die menschlichen Gegner. Begeht ihr eine Straftat sucht der Computer nach freien Polizeikräften die er auf euch ansetzt, woraufhin man wieder Verstärkung aus den eigenen Reihen suchen kann, bis eine kleine Straßenschlacht entbrennt. Die Shooter-Elemente sind dabei etwas eingedampft (alle Charaktere, egal welche Größe, haben die gleiche Hitbox und somit existieren keine Sachen wie Kopfschüsse etc.) aber mit verschiedenen Waffen, Zoomfunktion, Sprinten und vor allen Dingen kooperativem Drive-by-Shooting spaßig.

So schön kann's aussehen... auf meinem Rechner aber leider nicht ;_;
Es wird auch gelevelt in APB, jedoch ohne dass dies den Charakter aufwerten würde. Dafür kann man bessere Ausrüstung kaufen, was im Endeffekt aufs Gleiche hinauskommt. Wer also gegen einen hochstufigen Gegner, mit vermutlich erstklassiger Bewaffnung, antritt hat nur schwerlich eine Chance. Das ist realistisch, aber frustrierend. Abhilfe schafft da richtiges Teamwork und Dankbarerweise die ein oder andere vom Spiel 'geschenkte' Waffe wenn man zu schlecht ist.
Die Grafik liegt freilich nicht auf GTAIV-Niveau, immerhin handelt es sich um ein MMO. Dennoch ist das Spiel größtenteils ansehnlich, lediglich das streaming beim laden kann zu einigen unschönen Effekten führen, besonders wenn man gegen ein noch nicht geladenes unsichtbares Haus prallt.

APB ist noch nicht hundertprozentig rund, aber dennoch äußerst spaßig. Wer ein paar Kumpels (mit schnellen PCs) zum Online-Zocken hat und Shooter mag, kann bedingungslos zugreifen. Ein echtes MMO ist APB in meinen Augen aber nicht, da es keine Handlung und kaum Langzeitmotivationselemente gibt. Ein Erfolg ist dem Spiel dennoch zu wünschen, da es noch nichts Vergleichbares gibt und dann vielleicht auch die letzten Ecken und Kanten ausgebügelt werden. Knappe:

Features-Trailer  



Testtagebuch

Montag, 28.06.2010 - 10:00 Uhr
Der Server ist pünktlich online und es kann losgehen. Man hat die Wahl zwischen Streetpunk und Freelance-Polizist; ein Polizist wird es für mich sicherlich nicht. Der Charaktereditor ist unglaublich mächtig, aber nicht sehr eingängig zu bedienen. Die Buttons der vereinfachten Charaktererstellung reagieren nicht; entweder man nimmt einen Charakter aus dem Zufallsgenerator oder einen der bis ins kleinste Detail selbst gestaltet wurde. Mein Charakter, kreativst 'Nadine' getauft, erscheint darauf in Knasti-Klamotten im Tutorial-Bezirk und nimmt seine ersten Missionen an. Grafittis übersprühen, wo einbrechen, etwas anzünden oder in die Luft sprengen und am Ende etwas abliefern. Das gestaltet sich derartig langweilig, da es in der Bedienung immer dasselbe ist (zu Punkt A gehen, Aktionstaste drücken, Zu Punkt B gehen, fertig), dass zehn Rattenschwänze zu sammeln eine spannende Aufgabe zu sein scheint.
Irgendwann ist diese Farce aber geschafft und man hat die Wahl zwischen zwei Action-Bezirken und einer Art neutralen Zone mit Geschäften. Die Kleidungsgeschäfte z.B. aber glänzen durch die völlige Abwesenheit von Kleidung, lediglich ein paar Terminals stehen mitten im leeren Raum, umgeben von einer Horde gleichaussehender Spieler. Letzteres ist nicht bildlich gemeint. Jede Figur wird als ein und derselbe identische Avatar dargestellt, bis die Informationen nachgeladen sind. Wenn die Menschentraube aber zu groß ist, lädt es (bisher) nicht nach.

Nach einem Verbrechen heisst es die Polizei abschütteln und in Deckung verharren.
Etwas ernüchtert geht es also in den ersten Action-Bezirk. Dinge wie Gruppenbildung, Level und Skills erst einmal völlig ignorierend, streife ich durch die Stadt. Neben normalen Missionsangeboten schallt ein Hilferuf von ein paar anderen Kriminellen an mein Ohr. Mission angenommen, Auto geklaut und nichts wie hin. Eingekesselt von ein paar Aushilfspolizisten komme ich mit anderen alamierten Spielern vor Ort an und nehme die Polizisten in die Zange.
Umgekehrt preschen natürlich auch von Menschen kontrollierte Enforcer an wenn ich ein Verbrechen begehe. Ein Katz und Maus Spiel beginnt und das Spiel hat mich, trotz eines mauen Starts, für's erste in seinen Bann gezogen.
Dienstag, 29.06.2010
Nach mehreren Stunden in den Strassen von San Paro ist meine Early-Access Spielzeit schon zur Hälfte aufgebraucht. Ein guter Grund mal das divergente Bezahlsystem zu beleuchten. Wie in anderen MMOs hat man die Möglichkeit für einen Monat Spielzeit 8,99 Euro bzw. 400 RealTimeWorlds-Punkte abzudrücken. Für 280 Punkte, also 6,29 Euro, gibt es vermeindlich wenige 20 Stunden Spielzeit. Für Gelegenheitsspieler kann sich das ganze aber lohnen, da die 20 Stunden Spielzeit nicht verfallen, wohingegen, wie in anderen Spielen, der Monatsbeitrag immer voll fällig wird und verfällt, auch wenn man sich nie eingeloggt hat. Haken an der Sache ist, dass man, wie auf Xbox-Live, immer Punkte kaufen muss, die es nur in bestimmten Staffelungen gibt. Um so mehr Punkte man auf einmal kauft, um so günstiger wird auch das Preis- Leistungsverhältnis und um so mehr Spielzeit man auf einmal erwirbt, so günstiger wird auch diese. So oder so behält man von Anfang an ungenutzte Punkte über.

Die Szenerie links im Bild ist wunderschön, der Tatoo-Shop selbst aber charmefrei und leer, bis auf die verwaisten Terminals.
Was könnte man mit denen machen? APB bietet, neben dem Erwerb von Spielzeit, noch so Einiges an. Es gibt einmal einen Voice-over-IP Premium-Service, in dem man nicht von Werbung belästigt wird (was mir auch so noch nicht passiert ist und Laut EA in Nachladephasen beim Distriktwechsel alle 3 Stunden mal passieren soll). Sicherlich Zahlungsfreudiger sind da die Spieler schon beim Erwerb von Ingame-Objekten.
Donnerstag, 01.07.2010
Heute ist APB offiziell im Laden erhältlich und die Server füllen sich. In einem Stadt Distrikt sind immer maximal hundert Spieler gleichzeitig, diese Zahl wird jetzt auch erreicht. Plötzlich hat man eine lebendige Stadt (voller Wahnsinniger) vor sich, was nicht immer alles leichter macht, aber auf jeden Fall spannender. Plötzlich muss ich bei jedem Bruch darauf achten nicht erwischt zu werden und beinahe Sekündlich dringen Hilferufe anderer Kleinkrimineller an mein Ohr. Jede angenommene Mission besteht aus mehreren Bausteinen. Es wird gesprüht, transportiert, abgeliefert oder beschützt. Beschützt werden kann nicht nur ein Ort, den die Gegner nicht erreichen dürfen, sondern z.B. auch eine Fracht, was in einer Verfolgungsjagd ausartet, oder sogar eine Person. Das macht man gegen einen Timer oder nietet einfach die Gegenpartei um. Insgesamt spielt sich die Missionstruktur von APB wie ein Shooter, erweitert um Fahrzeuge und Graffitis, jedoch laufen diese bekannten Shooter-Modi fliessend ineinander über.

Auf Knopfdruck geht es in die Schulter-Perspektive zum präziseren Zielen
Damit kein Neuling in den Schiessereien völlig untergeht ist der Verzicht auf Rollenspielelemente, die die Spielfigur verbessern, löblich. Immerhin besteht APB nur aus PvP (Spieler-gegen-Spieler) Kämpfen. Das Problem besteht aber trotzdem, denn mit dem fortschreiten werden andere Waffen erhältlich, nämlich merklich bessere. Die Frischlinge die heute dazu kamen hatten deutliche Probleme gegen Jemanden der bereits seinen dritten Satz Waffen im Spiel hat; spaßig für mich, aber sicherlich nicht für meine Gegner. Wie gut die automatische Zuweisung funktioniert, wenn sich alles eingespielt hat, wird sich noch zeigen.

Sortieren nach Testdatum
Alle Spieletests 2011
Alle Spieletests 2010
Alle Spieletests 2009
Alle Spieletests 2008


Impressum