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Ausgewählter Test:
ACE ATTORNEY INVESTIGATIONS: MILES EDGEWORTH
ACE ATTORNEY INVESTIGATIONS: MILES EDGEWORTH [ Nintendo DS ]
Ace Attorney, der Staranwalt, ist wieder zurück... wieder in Form eines anderen Spielbaren Charakters und diesmal von Beruf Staatsanwalt. So langsam denke ich bereut Capcom die englische Namensgebung...

So oder so schwindet anscheinend Capcoms zuversicht in die Marke, ist Ace Attorney Investigations doch der erste Teil der Serie der nicht in deutscher Übersetzung vorliegt. Der ehemalige Anwalt Phoenix Wright ist ebenso wenig auszumachen wie sein Nachfolger Apollo Justice. Dennoch gibt es ein wiedersehen mit nahezu allen alten Gesichtern, spielt man doch den bekannten Star-Staatsanwalt Miles Edgeworth, Phoenix Wrights ärgsten Wiedersacher.

Wiederspruch: Vier Handabdrücke, dabei hatte das Opfer nur 2 Hände!
Normalerweise werden die Ermittlungen in einem Kriminalfall von der Polizei erledigt und der gute Miles schlürft in seinem Büro lediglich einen Tee nach dem anderen. Um den Spieler nicht zu langweilen schlägt er sich dieses Mal aber nicht mit diversen Anwälten vor Gericht herum, sondern wird persönlich in einen Strudel an Ereignissen gezogen, in denen er selbst ermitteln muss. Der bisher immer vorhandene Teil des Gerichtsprozesses fehlt also, dennoch hat sich glücklicherweise wenig am bewährten Spielprinzip getan.

Mutant: Über dem Schädelknochen wurde ein weiterer gefunden! Der Knochenschlüssel.
Wie bisher gestaltet sich der Spielablauf im wesentlichen in zwei Phasen. In der ersten sammelt man Hinweise und Spuren am Tatort. Berührte man dafür früher einfach nur ein statisches Bild mit dem Stylus, steuert man dieses mal seine Spielfigur wie in einem klassischen Point&Klick-Adventure. Neu dabei ist die Logik-Funktion. Hier werden einzelne Feststellungen und Wiedersprüche festgehalten, die der Spieler miteinander verbinden kann, um eine Kausalitätskette zu bilden. Ebenfalls neu ist ein Virtual Reality-Hilfsmittel, welches einen Tatort nach vorgegebenen Parametern wiederherstellen kann. Selbiges hört sich allerdings spannender an als es ist und kommt nur an wenigen vorgegebenen Stellen zum Einsatz.
Sind die Ermittlungen abgeschlossen geht es in den Spielmodus der Ehemals im Gerichtssaal beheimatet war. Andere Charaktere legen ihre Version vom Tathergang dar die man, wie vormals eine Zeugenaussage vor Gericht, Anhand von Beweisen wiederlegen muss.

Bei den Umzugsarbeiten ist fast nichts kaputt gegangen.
Die Story ist gut wie immer, auch wenn sie etwas die Tiefe eines über drei Module im Hintergrund gestrickten Falls vermissen lässt. Die Grafik ist Charmant und die Musik tingelt zwischen bekannten Charakter-Themes, Gedüdel und Spannungs erzeugenden Melodien.

Ein typisches Ace Attorney Spiel, nur halt ohne Ace Attorney. Das überdies viele der über die Teile hinzugekommenen Zusatzfeatures eingedampft wurden verschafft Ace Attorney Investigations aber einen klaren Vorteil gegenüber den letzten drei Teilen: Es ist Einsteigerfreundlicher im Bezug auf Funktionsumfang und vor allen Dingen Story. Obwohl es nicht schadet die Charaktere zu kennen, ist Ace Attorney Investigations : Miles Edgeworth problemlos losgelöst Spielbar. Ebenfalls scheint das Spiel dezent einfacher geworden zu sein. So gibt es z.B. nur noch eine einzige Stelle an der man seinen Verhörpartner nur unter Strafe sinnlos einschüchtern darf. Der Storyfunke will, auch dank ein paar kleiner Ungereimtheiten, nicht so ganz überspringen. Bewährte Kost also aber kein Quantensprung. Dafür immernoch gute: :   -  DS_Nadine


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