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Ausgewählter Test:
Review
  CHILD OF EDEN
  [ 360 / PS3 ]   

CHILD OF EDEN Es gibt Kunst und Videospiele, Betrunkenheit und seriösen Journalismus. Müssen sich diese beiden Dinge notwendigerweise ausschließen? Machen wir einen Test!

Child of Eden heißt der neue 'Hit' von Tetsuya Mizuguchi, der jüngst auch für PS3 erschienen ist. Wer den Namen 'Mizuguchi' noch nie gehört hat, kein Problem! Kunst ist nichts für Hardcore Gamer, aber wir schaffen Abhilfe. Am bekanntesten ist Mizuguchi wohl für 'Lumines', einem Knobler der in erster Linie für die PSP erschien. Viel angesagter in diversen Kreisen ist dagegen das, auch von mir heiß geliebte, 'Rez'. Beide Titel haben die Gemeinsamkeiten als das sie für ein Hierzulande völlig zu vernachlässigendes System herausgekommen sind sowie, dass sie sich beide der Macht der Musik bedienen.


Die Endgegner im Überblick: Moby Dick...

So ist Child of Eden nicht nur spirituell ein Nachfolger zu Rez. In dem flog man mit seinem Avatar über im Takt der Musik pulsierende, vorgegebene Bahnen im Cyberspace und schaltete Horden an Feindvolk via Log-On Beschuss ab, welcher im Takt der Musik die Feinde erledigte.

Auch in Child of Eden bewegt man sich auf diesen eben genannten Bahnen, um in einer völlig vernachlässigbaren Story Lumi zu retten, deren virtuelle Existenz in einem korrumpierten Cyberspace gefährdet ist. Hatte man vorher aber nur seinen Controller zur Hand um sein Fadenkreuz über Gegner streichen zu lassen und bis zu 8 zielsuchende Geschosse verteilen zu können, hat man nun auch die Chance den Bildschirm mit Sperrfeuer einzudecken.

Der Sinn dahinter ist simpel, denn so gibt es farbig Codierte herannahende Geschosse, die nur via Automatikbeschuss zu vernichten sind, als auch Gegner die weiterhin in langen Kombos via Log-On aufs Korn genommen werden wollen. Steuert ihr das ganze via Kinect, feht zwar die Vibration des im Takt zum Beat rumpelnden Controllers, aber die Immersion wird durch den Beschuss über eure Handflächen dennoch deutlich gesteigert.

So benutzt ihr die rechte Hand um Gegner aufzuloggen und lasst das Raketensammelsurium mit einer Schleuderbewegung gen Feindvolk fliegen und nehmt die linke Hand um herannahende Geschosse unter Feuer zu nehmen. Das Ganze funktioniert weitestgehend hervorragend, hat aber dennoch Schwachpunkte im Detail. So steuert ihr mit dem Arm auch die Kamera was, mit absenken des Armes zum Wechsel auf die andere Hand, dazu führt das man die Kamera verreißt. (Umgehbar durch alternative Steuerung in der man zum Umschalten der Feuermodi klatscht.) Während gewissen Ungenauigkeiten bei der Abfrage durch ein dezent erweitertes Log-On Zielkreuz vorgebeugt wurde, gibt es via Kinect eine erschwerte Stimmigkeit im Takt.


...Phoenix Wright...

Denn flogen die Geschosse in Rez immer auf Bahnen die sie 'taktvoll' zum Einschlag brachten, ist ein rhythmischer Beschuss in Child of Eden weitaus diffiziler. Nur dann wippt und wogt das Szenario auch mit und spielt die Musik, wie man es sich wünschen würde. Mit Kinects Zeitverzögerung (die fairerweise gesagt im Spiel nicht merklich Spürbar ist), eine echte Herausforderung.


...und iSprung!

Egal wie ihr spielt, den grafischen Vorsprung des modernen Virtual Reality Railshooters zu einem Rez bemerkt ihr ohne Zweifel. Nur fehlt im Normalfall das im Takt zur Musik passende Wippen der Umgebung, als wie die stark zurück gefahrener Dynamik/ Schnelligkeit insbesondere in Punkto Endgegner. Auch die Musik lässt ihre Melodien viel zu Oft hinter dem Beat hinten anstehen um euch ein wenig mehr in den Takt zu helfen. Das Child of Eden ähnlich lang ist wie ein Rez, kehre ich einmal unter den Teppich.

Fazit | Das positivste was ich über Child of Eden sagen kann ist, dass es wohl die Lohnenswerteste Erfahrung für euer Kinect-System ist. Selten fühlte man sich so 'im Spiel'. De Fakto macht man aber nicht mehr als zwei Fadenkreuze durch ultraschicke Umgebungen zu steuern. Das mag für Freunde von Rez oder Railshootern, zu denen ich mich zähle, genug sein, verliert aber abgesehen von der grafischen Komponente deutlich gegen seinen eigenen Vorgänger. So ist Child of Eden ein 'Next Gen Rez' in schlechter. Schade, aber immer noch enorm gut!

  -  DS_Nadine

PS: Bei allen Tests liegt immer nur die im Cover abgebildete Version vor, also in unserem Fall die Xbox360 Version. Das Spiel wurde nicht mit PlayStation Move getestet.


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