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Review
  KIRBY UND DAS MAGISCHE GARN
  [ Nintendo Wii ]   
KIRBY UND DAS MAGISCHE GARN Lange war es ruhig um den kleinen rosanen Held von Nintendo. Außer ein paar kleinen Ausflügen ins Prügel- und Rennspielgenre und einem netten Auflug auf dem NDS hat sich Kirby in seinen Hausgenre, dem Jump'n'Run, seit dem Nintendo 64 rar gemacht. Das mag vielleicht daran liegen, dass das Jump'n'Run-Genre nicht mehr so beliebt ist wie es zu 16-Bit-Zeiten der Fall gewesen ist. Jump'n'Runs in 3D haben zwar auch viele schöne und teilweise brilliante Spiele hervorgebracht, aber viel zu oft musste man sich mit einer miesen Kamera herumärgern.

Gerade in letzer Zeit wurde der Zauber von 2D-Spielen immer häufiger wiederentdeckt. Sei es nun um einem Spiel einen gewissen Retrocharme zu geben oder schlicht und ergreifend, weil ein Spiel einfach in 2D besser funktioniert.

Ich Kirby Du Tarzan!
Das neue Kirby-Spiel nun ist durch und durch ein klassisches 2D-Jump'n'Run und es schämt sich auch nicht dafür. Für das Comeback der kleinen rosanen Saugkugel hat sich Nintendo etwas besonders einfallen lassen: Einen Grafikstil, den es so in seiner Konsequenz wohl noch nie zu bestaunen gegeben hat. Kirby und die gesamte Spielewelt in der er sich bewegt scheinen gänzlich Muttis Strick- und Stoffkiste entsprungen zu sein. Alle Lebewesen bestehen nur aus Wollfäden, die ihre Konturen nachzeichnen. Die verschiedenen Welten, durch die sich Kirby im Laufe seines Abenteuers bewegt, sind wie aus Stoffresten zusammengenäht und durch Reissverschlüsse und Knöpfe zusammengehalten. Jede Welt hat Ihren eigenen Charme und man kommt aus dem Staunen über all die handwerkliche Kreavität kaum noch hinaus.
Die Hintergrundgeschichte zu Kirby und das magische Garn ist genreüblich und schnell erzählt. Kirby trifft während eines Spaziergangs durch 'Stoffland' auf einen bösen Zauberer, der ihn in sein neue Wollgestalt verwandelt. Der Bösewicht macht aber auch nach der Verwandlung Kirbys weiter und schickt sich an ganz Dreamland in seine Macht zu bringen und dessen Bewohner zu verwandeln. Natürlich kann Kirby das nicht auf sich sitzen lassen und macht sich auf Stoffland und auch Dreamland zu retten.
Anders als in anderen Kirbyspielen saugt der Protagonist dieses mal seine Gegner nicht ein und macht sich deren Fähigkeiten zu eigen. Nintendos Held schägt nun mit einem Faden zu und trennt so bei seinen Widersachern die Fäden auf. Diese kann er nun entweder in ihren Einzelteilen verschwinden lassen oder zu einem Wollknäul aufrollen und dann auf andere Gegner schmeißen. Mit diesem Faden kann er aber auch an manchen Stellen im Level den Hintergrund manipulieren, was zu einigen cleveren Momenten führt.

Eine epische Gesichte rund um Liebe, Intriegen und Gewalt nimmt ihren Anfang...
Neben der Wollpeitsche nutzt Kirby seinen Garnkörper auch auch andere Weisen. Standardmäßig kann er sich zum Auto verwandeln, um schneller voranzukommen, zum Fallschirm mutieren, um langsam zum Boden zu schweben und als Wollwurm durch enge Passagen kriechen. Am Ende eines Levels kann es auch zu größeren Verwandlungen kommen, die dem Spiel eine gehörige Portion Abwechslung verpassen. Es macht unheimlich viel Spaß mit Kirby als Ufo auf Perlenjagd zu gehen, mit ihm als Panzer Raketen zu verschießen oder als Delphin vor einer Krake zu flüchten.
Fadenfeuerwehr
Nach knappen fünf Stunden hat man das vergleichsweise einfache Spiel durch, ohne dabei alle Nebenlevel etc. freigespielt zu haben. Dass man hierbei nicht sterben kann und auch so mancher Kontakt mit einem Gegner gänzlich ohne Konsequenzen bleibt hilft hierbei sicherlich auch. Eigentlich könnte man also den Controller beiseite legen und sich ein wenig darüber ärgern, dass das Spiel zwar sehr schön und einfallsreich ist, aber eben auch zu einfach. Das ist aber vielleicht zu kurz gedacht, denn es gibt auch nach dem Ende eine Menge zu tun und da das Spiel so sympathisch ist, nimmt man dieses Angebot auch gerne an und wird dafür belohnt. So gilt es weitere Level freizuspielen, sich in origenellen und auch teilweise herausfordernden Minispielen zu beweisen und jedes Level mit einer Goldmedallie und allen versteckten Items zu beenden. Erst wenn man all dies geschafft, kann man das Spiel auch zu 100% abschliessen und das ist dann gar nicht mehr so einfach. Jeder Verlust von Perlen, die am Ende des Levels für das Erreichen einer Medallie wichtig sind, schmerzt sehr und tritt so an die Stelle der verlorenen Leben wie man sie aus anderen Spielen kennt.
Nintendo hat auch dieses Mal an einen Zwei-Spieler-Modus gedacht. Spielt man wie ich mit seiner vierjährigen Tochter zusammen so steigt der Schwierigkeitsgrad rapide, denn hier werden die gemeinsamen Leistungen gewertet. ;-)

Kirby und das magische Garn ist ein wunderschönes und entspanntes Spiel, welches in keiner Wii-Sammlung fehlen sollte. Die Steuerung ist eine Wucht und der Soundtrack kann sich hören lassen. Hier wird von vorne bis hinten Qualität geliefert. Hoffentlich lässt Kirby nicht wieder so lange auf sich warten.   -  Christian Schmickler

[Anm. der Red.: Wer ein Exemplar von Kirby und das magische Garn gewinnen möchste sollte unbedingt einen Blick auf unser Gewinnspiel werfen! ^_~ - DS_Nadine]

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