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Ausgewählter Test:
Preview
  GAL*GUN
  [ Xbox360 ]   
Gal*Gun Am 27. Januar erschien in Japan der 'Pheromon Shooter' Gal*Gun, ein dezent anzüglicher Titel, bei dem Microsoft zwei Monate vor Erscheinen plötzlich mit einer Jugendschutzbremse in Erscheinung trat. Das Objekt des Anstoßes? Höschen!

Denn auch wenn man unter einem Pheromon-Shooter, in dem man auf Schulmädchen schießt, etwas anderes vermuten mag, so ist die härteste dargestellte Unzucht doch das aufblitzen des ein oder anderen Schlüpfers in einem ungünstig gewählten Kamerawinkel.
Bevor jemand also ruft, dass hier pornöse Spiele rezensiert werden: Gal*Gun ist und war bei weitem nie ein jugendgefährdetes Spiel und wirft lediglich eine Menge Klischeeanspielungen in den Raum, ohne sich selbst dabei ernst nehmen. Natürlich ist die Thematik an sich (und die Vorlagen) dennoch für Kinder ungeeignet (und unverständlich).
Was aber bleibt von einem leicht humorig-erotischen Spiel nach der Beschneidung über? Nicht viel möchte man meinen. Die japanische Demo gibt ersten Aufschluss.
Das nicht vorhandene Liebesleben des Protagonisten, dessen Gesicht man Genre-typisch nie sieht, stellt die Prüfungsaufgabe für eine Engelsschülerin im Abschlussjahrgang dar. Also fix einen Armorpfeil verschossen um euch eure Pläne etwas zu erleichtern, dem Mädchen eurer Träume eure Liebe zu gestehen.
Natürlich läuft der Plan schief und nachdem der Held unkontrolliert mit Pfeilen übersät wurde und wie ein Stachelschwein aussieht, strahlt er die unbändigste Manneskraft des Universums aus; sehr zur Freude der gesamten weiblichen Schulbank die euch jetzt ihre Offerten macht.
Um euer Leben und die Abschlussprüfung des kleinen Engels zu retten, gilt es alle Mädchen abzuwehren und euch selbst zum (auswählbaren) Mädchen eurer Träume durchzuschlagen und ihre Liebe zu gewinnen. - Dumm das der 'Zauber' bei der natürlich nicht wirkt.
Hauptelement des Spiels sind die Rail-Shooter Passagen. Die Kamera fährt auf vordefinierten Wegen und der Spieler schießt lediglich auf die herannahenden Mädchen. Diese müssen erwischt werden, bevor Sie in Reichweite sind, ihre gerufenen Liebesbotschaft bei euch ankommen (auf die Buchstaben schießen) oder sie euch ein Liebesbriefchen zustecken können. - Keine Kugeln, keine Flüssigkeiten, nur ein Fadenkreuz, die Mädchen und ihr.
Jedes der (sich wiederholenden) Mädchen hat eine andere erogene Zone mit deren Treffer ihr sie nicht nur direkt aus dem Verkehr zieht, sondern auch eure Spezialattacke aufladet, den 'Herzklopfen'-Modus. In diesem widmet ihr euch ganz einem einzelnen Mädchen, um sie zur Extase zu schießen, was eure Lebensenergie wieder Auffüllt. Auch hier hört sich das anzüglicher an als es ist.

Gal*Gun vor und nach Microsofts Einmischung
Für ein bisschen Abwechselung und Widerspielwert sind die anderen Elemente gut. Ganz am Anfang erstellt ihr anhand von ein paar Fragen ein Profil eures Charakters, die eure Werte in z.B Schnelligkeit aber auch Notgeilheit bestimmen. Je nachdem habt ihr bei eurer Herzdame etwas andere Chancen.
Wenn ihr diese immer mal wieder zwischendrin trefft, führt ihr auch mit ihnen Multiple-Choice Dialoge, die den Ausgang bestimmen und werdet zum ein oder anderen Minispiel aufgefordert.
Technisch ist Gal*Gun eindrucksvoll. Die Zeichentrickgrafik ist nett, aber bei dem nicht vorhandenen Detailgrad immer noch derartig schlechte Texturen gepaart mit bei jedem Schnitt auftretenden, langen Ladepausen einzubauen ist nahezu unzumutbar.
Die Kamerafahrten sind unglaublich staksig und nicht vergleichbar mit der eines dynamischen Dead Space Extraction und die Rail-Shooter Action ohne Lightgun wirkt aufgesetzt, genauso wie der Vollpreis der für den Titel verlangt wird.

Gal*Gun ist, selbst mit Sprachbarriere, ein herrlich dämlicher Spaß um sich nach der Arbeit alleine oder mit Freunden abzulenken. Neben der ärgerlichen zwangs-'Bravheit' stehen aber vor allen Dingen die grauenvollen Ladezeiten einem flüssigen Spielgenuss im Wege. Das die in der Verkaufsversion verkürzt worden sind ist zu hoffen, aber unwahrscheinlich.
Trotz des Rail-Shooter Fokusses ist Gal*Gun irgendwo im Herzen mit seinen Dialogoptionen und Statistiken ein Dating Spiel. Wer's mag freut sich, wer dem nichts abgewinnen kann, kann es glücklicherweise auch einfach getrost ignorieren.
So gesehen eine eingeschränkte Empfehlung für Freunde von bekloppten Kram, allerdings als günstiger Downloadtitel und nicht für den Vollpreis von circa siebzig Euronen. Dann lieber das Frauenwrestling-Spiel Rumble Roses XX neu vom Grabbeltisch für einen Zehner oder den (grafisch tatsächlich noch unansehnlicheren) Wii Rail-Shooter Ghost Squad wo man, nach mehrfacher Bewältigung, mit Wasserpistolen auf Bikinimädchen schiessen kann. In beiden Fällen gibt es mehr zu sehen, mehrere können gleichzeitig ran und es bleibt Restgeld für Pizza und Alkohol.  -  DS_Nadine

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