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Ausgewählter Test:
HEAVENLY SWORD
Heavenly Sword [PS3]
Mein persönlicher Einstand mit einer heißen schwarzen wurde zu einem Abenteuer mit Nariko, einer scharfen Asiatin... mit roten Haaren... die auch sonst nicht asiatisch aussieht und eine beängstigend tiefe Stimme hat.

Ich liebe Beat’em Ups. Leute auf stylishe Art und Weise in zwei Teile zu stiefeln erfreut mein Herz. Neben reinen Prüglern wie Street Fighter, Tekken und co. gibt es aber auch noch die seit der 3D-ära sträflich vernachlässigten Side-Scrolling Beat’em Ups. Dazu gehören z.B. Final Fight, Streets of Rage oder Turtles in Time, in denen man sich durch verschiedene Szenarien prügelt und hunderte Bösewichte auf dem Weg zum Finalen Endboss plättet. Reanimiert durch Erfolge wie God of War schickt sich nun Heavenly Sword an dieses Genre in Pionierarbeit auf der PS3 zu etablieren. Zu einer wundervollen Martial Arts Story (Missgeburt benutzt den-Träger-killendes-Schwert zur Bekämpfung des Volk bedrohenden Bösewichts) steuert man Heldin Nariko und ihre genial-debile Sidekick-Katzenfreundin Kai durch wunderschöne Umgebungen. Leider kommt die Hardware dabei schon mal arg ins schwitzen wenn hunderte von Gegnern sich auf dem Bildschirm tummeln. Resultierend in einer teilweise recht niedrigen Bildrate die dann auch die Steuerung indirekt werden lässt. Außerdem ist tearing (zerreisen des Bildes) durchgängig zu sehen, wenn auch meist eher nur für den unbeteiligten Zuschauer wirklich auffallend. Das Spielprinzip ist eindeutig: Töte alle Gegner auf dem Weg zur nächsten Zwischensequenz (derer es viele sind, was beim erneuten durchspielen etwas langweilen kann). Dabei gibt es recht viel Abwechslung/ Anspruch. Nariko kann ihr Schwert in drei Kampfstellungen halten (Fern/Schnell/Stark), mit diesen Stellungen individuell angreifen, blocken, kontern und Spezialattacken durchführen. Das ermöglicht ein recht tiefgründiges Kampfsystem, das aber aufgrund der überladenheit mit Gegnern und der meist etwas laggy reagierenden Steuerung etwas an Sinn verliert. Kai hingegen hat eine art Armbrust deren Pfeile man mit der Neigungserkennung des PS3 Controllers nach dem Abschuss noch weiter fernsteuern kann. Selbiges Prinzip findet auch auf Kanonen, Raketenwerfer und alle werfbaren Gegenstände Anwendung. Da bewirft man den Gegner schon mal mit Leichen oder lässt den Pfeil duch ein Feuer fliegen um ihn mit einer Explosion in einem Fass voller Schiesspulver zu versenken.

Heavenly Sword ist geil, wenn man über alle Fehler hinwegsieht zumindest. Aber die aufgeführten spieltechnischen Macken knabbern arg am Spielspass. Die Spielzeit ist zudem recht kurz, das hat früher zwar auch nie gestört aber früher war es auch selbstverständlich das so ein Spiel einen Zweispielermodus hat. So hat man ein hinreißendes sechs Stunden Erlebnis, das spätestens beim zweiten durchspielen viel zu wenig Spiel vor viel zu viel Story offenbart. Aufgrund der tollen Präsentation dennoch ganz knappe:

Links:
Video-Review -  Das ist "Kai" und der absolute Kaufgrund -  Metakritiken

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